Avr 30

Les géants du Nideck – Das Reisenfräulein

Les géants du Nideck et les frères Grimm

les géants du NideckLe château du Nideck, dont les origines restent mystérieuses, et comme beaucoup d’autres édifices de son genre, possède sa propre légende. La particularité de celle-ci étant d’être contée bien au-delà de la zone d’influence du château. « Das Riesenfräulein », « la fille du géant », commence à se répandre au début du XIXe siècle.

En 1808, d’abord par l’intermédiaire d’un garde forestier, puis par celui de Charlotte Engelhardt-Schweighaeuser, les géants du Nideck se racontent jusqu’à Strasbourg. Et en 1814, de passage dans la région Jacob Grimm en prend connaissance.

Deux ans plus tard, lui et son frère écrivent un recueil des légendes d’Allemagne dans lequel on peut lire « Das  Riesenspielzeug », leur retranscription des géants du Nideck.

De drôles de jouets

L’histoire raconte que les rochers de la haute vallée de la Hasel sont habités par des géants, ces derniers étant devenu au fil du temps les protecteurs des paysans. Un jour, par ennui et malgré l’interdiction qui lui en est faite, la fille du géant qui réside au château du Nideck décide de s’aventurer dans la plaine. Folle de joie, elle y découvre d’incroyables jouets qu’elle s’empresse d’emporter pour montrer à son père… La fin de l’histoire en version originale se trouve quelques lignes ci-dessous et, pour ceux fâchés avec l’Allemand, une adaptation Française est disponible à sa suite.

 

Das Riesenfräulien – par Adelbert von Chamisso

Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohlbekannt,

Die Höhe, wo vor Zeiten die Burg der Riesen stand;

Sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer,

Du fragest nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.

 

Einst kam das Riesen-Fräulein aus jener Burg hervor,

Erging sich sonder Wartung und spielend vor dem Tor,

Und stieg hinab den Abhang bis in das Tal hinein,

Neugierig zu erkunden, wie’s unten möchte sein.

 

Mit wen’gen raschen Schritten durchkreuzte sie den Wald,

Erreichte gegen Haslach das Land der Menschen bald,

Und Städte dort und Dörfer und das bestellte Feld

Erschienen ihren Augen gar eine fremde Welt.

 

Wie jetzt zu ihren Füßen sie spähend niederschaut,

Bemerkt sie einen Bauer, der seinen Acker baut;

Es kriecht das kleine Wesen einher so sonderbar,

Es glitzert in der Sonne der Pflug so blank und klar.

 

« Ei! artig Spielding! » ruft sie, « das nehm ich mit nach Haus. »

Sie knieet nieder, spreitet behänd ihr Tüchlein aus,

Und feget mit den Händen, was da sich alles regt,

Zu Haufen in das Tüchlein, das sie zusammen schlägt;

 

Und eilt mit freud’gen Sprüngen, man weiß, wie Kinder sind,

Zur Burg hinan und suchet den Vater auf geschwind:

« Ei Vater, lieber Vater, ein Spielding wunderschön!

So Allerliebstes sah ich noch nie auf unsern Höhn »

 

Der Alte saß am Tische und trank den kühlen Wein,

Er schaut sie an behaglich, er fragt das Töchterlein:

« Was Zappeliches bringst du in deinem Tuch herbei?

Du hüpfest ja vor Freuden; lass sehen, was es sei. »

 

Sie spreitet aus das Tüchlein und fängt behutsam an,

Den Bauer aufzustellen, den Pflug und das Gespann;

Wie alles auf dem Tische sie zierlich aufgebaut,

So klatscht sie in die Hände und springt und jubelt laut.

 

Der Alte wird gar ernsthaft und wiegt sein Haupt und spricht:

« Was hast du angerichtet? das ist kein Spielzeug nicht;

Wo du es hergenommen, da trag es wieder hin,

Der Bauer ist kein Spielzeug, was kommt dir in den Sinn!

 

Sollst gleich und ohne Murren erfüllen mein Gebot;

Denn, wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot;

Es sprießt der Stamm der Riesen aus Bauernmark hervor,

Der Bauer ist kein Spielzeug, da sei uns Gott davor! »

 

Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohlbekannt,

Die Höhe, wo vor Zeiten die Burg der Riesen stand,

Sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer,

Und fragst du nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.

 

Das Riesenspielzeug – par Jacob et Wilhelm Grimm

Im Elsaß auf der Burg Nideck, die an einem hohen Berg bei einem Wasserfall liegt, waren die Ritter vorzeiten große Riesen. Einmal ging das Riesenfräulein herab ins Tal, wollte sehen, wie es da unten wäre, und kam bis fast nach Haslach auf ein vor dem Wald gelegenes Ackerfeld, das gerade von den Bauern bestellt ward. Es blieb vor Verwunderung stehen und schaute den Pflug, die Pferde und Leute an, das ihr alles etwas Neues war. « Ei », sprach sie und ging herzu, « das nehm ich mir mit » Da kniete sie nieder zur Erde, spreitete ihre Schürze aus, strich mit der Hand über das Feld, fing alles zusammen und tat’s hinein. Nun lief sie ganz vergnügt nach Haus, den Felsen hinaufspringend; wo der Berg so jäh ist, daß ein Mensch mühsam klettern muß, da tat sie einen Schritt und war droben.

 

Der Ritter saß gerad am Tisch, als sie eintrat. « Ei, mein Kind », sprach er, « was bringst du da, die Freude schaut dir ja aus den Augen heraus. » Sie machte geschwind ihre Schürze auf und ließ ihn hineinblicken. « Was hast du so Zappeliges darin? » – « Ei Vater, gar zu artiges Spielding! So was Schönes hab ich mein Lebtag noch nicht gehabt. » Darauf nahm sie eins nach dem andern heraus und stellte es auf den Tisch: den Pflug, die Bauern mit ihren Pferden; lief herum, schaute es an, lachte und schlug vor Freude in die Hände, wie sich das kleine Wesen darauf hin und her bewegte. Der Vater aber sprach: « Kind, das ist kein Spielzeug, da hast du was Schönes angestiftet! Geh nur gleich und trag’s wieder hinab ins Tal. » Das Fräulein weinte, es half aber nichts. « Mir ist der Bauer kein Spielzeug », sagt der Ritter ernsthaftig, « ich leid’s nicht, daß du mir murrst, kram alles sachte wieder ein und trag’s an den nämlichen Platz, wo du’s genommen hast. Baut der Bauer nicht sein Ackerfeld, so haben wir Riesen auf unserm Felsennest nichts zu leben »

 

La Fille du Géant.

Un château fort élevait autrefois sa tour hardie au milieu des grands bois. Il abritait, nous raconte la fable, de fiers géants, de race redoutable. Or, il advint que l’enfant du seigneur, fillette blonde à l’œil d’azur rêveur, vit en jouant une poterne ouverte et s’élança dans la campagne verte.

 

Quel monde neuf, que de choses à voir, maisons, clochers, ruisseaux, vergers et vignes, prés, champs dorés, croisent partout leurs lignes. Mais en s’avançant ainsi par le vallon, l’enfant joyeuse vit, dans les sillons, un laboureur dont la charrue agile d’un soc aigu perce le sol fertile.

 

Quel beau jour ! Et s’emparant de tout jusqu’au jouet, dans sa tunique, elle met sa trouvaille de ses deux mains la serrant à la taille, sans s’émouvoir trop des cris du rustaud. En quelques bonds, la fillette est en haut, portant toujours sa charge singulière, dans les replis de l’étoffe légère. Vois père, vois ce que j’ai pris là-bas.

 

Qu’est-ce ? Bien sûr, tu ne le devines pas, dit-elle, encore de l’aventure émue. Quoi, fait le père, un jouet qui remue ? Mais c’est vivant répond-elle. Oh, vois, vois, et dans sa joie, elle étale, à la fois riant comme on rit à son âge, le villageois tremblant et son attelage.

 

Qu’as-tu fait là, mon enfant, à l’heure, il faut sortir cela de ma demeure. Respectons le travailleur austère qui nous nourrit en cultivant la terre, sans lui, crois-moi, nous n’aurons ni pain doré, ni tissu vaporeux et notre race puise ses forces et sève dans ses sueurs, son travail sans trêve.

 

Mes sources :

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